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Möbellexikon

Belastbarkeit

Die Belastbarkeit von Funktions- und Anstellteilen, auch aus Glas, Holz, Metall etc. ist eingeschränkt. Die einzelnen Werte und Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweiligen Modellbeilage.

Farbabweichungen

Farbtoleranzen zwischen dem beim Kauf vorliegenden Muster und der Lieferung sind möglich. Das gilt insbesondere bei Naturfasern und Leder. Aus färbetechnischen Gründen kann für eine absolute Farbgleichheit keine Gewähr übernommen werden.

Funktionen

Funktionsteile wie TV-Sessel, Sofas mit abklappbaren Armlehnen oder höhenverstellbaren Rücken benötigen Beschläge mit komplizierten Verstellmechaniken. Damit diese Technik auf Dauer zuverlässig funktioniert, ist ihre sorgfältige Handhabung sehr wichtig. Bei Verwandlungssofas müssen die ausziehbaren Teile am besten in der Mitte – oder rechts und links gleichzeitig – angefasst und bedient werden. So können die Beschläge nicht durch einseitige Handhabung verzogen oder beschädigt werden. Ausklappbare Fußteile bei Relaxsesseln dürfen
ebenso wenig als Sitzplatz genutzt werden, wie verstellbare, abklappbare Armlehnen oder Kopfstützen. Beachten Sie bitte die Belastungshinweise lt. Beilage des Produkts. Funktionsteile benötigen einen gewissen Spielraum. Leichte Maßveränderungen durch die Dicke der unterschiedlichen Bezugsmaterialien sind unumgänglich.

Falten- sowie Wellen- und Muldenbildung

Beim sog. „Einsitzen" verändert sich die Sitzhärte. Sie wird weicher in Abhängigkeit von Art und Dauer der Benutzung. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Um gleichmäßige Sitzhärten zu erzielen, ist es wichtig, die Sitzpositionen von Zeit zu Zeit zu ändern. Sonst kann es zu einseitiger Mulden- und Faltenbildung („Lieblingsplatz") kommen. Richtlinie: Je stärker das Bezugsmaterial und je größer die verpolsterte Fläche, umso größer ist die Neigung zur Falten- und Muldenbildung. Unterstützt wird diese Entwicklung dadurch, dass Stoff und Leder sich unter Einfluss von Körpergewicht mehr oder minder dehnen und dadurch „Wellen" bilden können. Diese optische Veränderung hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer so gut wie keinen Einfluss und stellt keinen Sachmangel dar.

Gebrauchslüster

Der Gebrauchslüster oder „Sitzspiegel" entsteht bei samtigen Stoffen wie Velours, Chenillestoffen und eventuell Mikrofasern, indem sich der Flor durch den Druck bei der Benutzung flach legt und so je nach Lichteinfall einen anderen optischen „Eindruck" hervorruft, z. B. einen Hell-/Dunkel-Effekt. Dies ist kein Produktsachmangel, sondern eine warentypische Materialeigenschaft. Diese optische Veränderung hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer keinen Einfluss und ist warentypisch.

Gebrauchseigenschaft

Nutzungsbedingte Veränderungen, die keine Rückschlüsse auf Verarbeitung und Qualität zulassen (z. B. „Lieblingsplatz" bei Polstermöbeln).

Legere Polsterung

Die von uns bevorzugte „legere Polsterung" ist an ihrer Anschmiegsamkeit zu erkennen. Die Polsterung ist weicher und der Bezug nicht glatt, damit man „im Sofa", und nicht „auf dem Sofa", sitzt. Eine optisch wellige Oberfläche auf Sitz, Rücken und Armlehnen stellt keinen Qualitätsmangel dar, sondern ist modellbedingt gewollt, um optimalen Sitzkomfort zu gewährleisten. Um die Flächen nach der Benutzung zu glätten, sollten modellbedingt die Sitz- und Rückenkissen nach außen gestrichen, geklopft oder geschüttelt werden. Einige Garnituren unserer Kollektion sind im Sitz und/oder Rücken mit hochwertigen Kammerkissen ausgestattet. Bei der Füllung dieser Kissen kann es sich modellabhängig um eine Flockware aus Fasern oder Schaumstoffstäbchen handeln. Das Füllmaterial wird innerhalb der Kissen in Kammern gehalten, damit es sich nicht verschiebt. Je nach Art und Stärke des Bezugsmaterials können sich sowohl die Kammern als auch das Füllmaterial mal mehr, mal weniger, abzeichnen. Um ein Stauchen des Füllmaterials zu verhindern, gehören diese Sitz- und Rückenkissen nach Gebrauch geschüttelt, wie Sie es vom Kopfkissen Ihres Bettes kennen.

Lichtechtheit nach RAL 430/3

Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz eines Bezugsmaterials gegenüber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung). Die Verfärbung des Materials unter Einfluss von Licht ist bei Möbelbezügen nicht zu verhindern. Die Urgewalt der Sonne verändert alle Materialien! Besondere Vorsicht ist deshalb in Zimmern mit viel Licht und Glas geboten. Insbesondere bei Sonnenschein sollten Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst Bezugsmaterialien schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen Farbveränderungen aufweisen können.

Modellbedingte Eigenschaften

Optisches Erscheinungsbild eines Modells (z. B. legere oder straffe Verarbeitung der Polsterung).

Nicht farbechte Textilien

Bei hellen Stoff- oder Lederbezügen treten mitunter Anfärbungen auf, die durch nicht farbechte Textilien, z. B. von dunklen Jeansstoffen, verursacht werden. Wenn diese selbst nach mehrmaligem Waschen noch Farbabreibungen auf dem Bezugsstoff hinterlassen, handelt es sich nachweislich um einen Mangel des Bekleidungsstoffes, der nicht in der Qualität des Möbelstoffes begründet liegt. Beanstandungen solcher Art können deshalb nicht anerkannt werden. Bei Materialmix (helle Bezugsmaterialien in Verbindung mit intensiven Farben) kann es zu Farbmigrationen kommen (Farbpigmente wandern in den hellen Bezug und es kommt zu Farbflecken).

Pflege

Bitte lesen Sie unbedingt unsere ausführlichen Produktinformationen, Gebrauchs-, Reinigungs- und Pflegehinweise. Wir möchten, dass Sie lange viel Freude mit unseren Möbeln haben. Für Schäden, die durch falsche Behandlung und die Behandlung mit falschen Pflegemitteln entstehen, erlischt jegliche Gewährleistung. Dies gilt auch bei einer nachträglichen Fleckschutzausrüstung von Stoffen oder Ledern mit Fremdprodukten. Dies erstreckt sich auf den privaten Wohnbereich.

Pillingbildung

Anfänglich tauchen an einigen Bezugsstoffen, vorwiegend Flach- und Mischgeweben, bei Benutzung kleine Knötchen auf, wie man sie von Wollpullovern kennt. Es handelt sich um lose Partikel des verwendeten Garns, meist vermischt mit Bekleidungsfusseln. Pills entstehen häufig schon nach kurzem Gebrauch. Sie können mit einem speziellen Fusselgerät, einer Art Rasierapparat, entferntwerden. Pillbildung sowie die Entfernung von Pills beeinträchtigen die Haltbarkeit des Möbelstoffes nicht.

Personengewicht

Laut RAL 430/4 erfolgt die Festigkeitsprüfung mit einem Fallgewicht von 75 kg – dies entspricht einem Personengewicht von 120 kg. Bei Personen mit einem Gewicht über 120 kg ist vor Abschluss des Kaufvertrages bezüglich Festigkeit und Haltbarkeit eines Polstermöbels mit dem Hersteller Kontakt aufzunehmen.

Reibechtheit

Bei Farben von Möbelstoffen spricht man von Reibechtheit, wenn diese die Anforderungen der RAL 430/3 erfüllen. Hier wird bestimmt, in wieweit ein Bezug abfärben bzw. sich abreiben darf. In der Regel erreichen helle Farben höhere Reibechtheiten als dunklere Töne. Zur Reinigung sollten Sie ausschließlich destilliertes Wasser und Neutralseife verwenden und mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch vorsichtig reiben, immer großflächig von Naht zu Naht, leicht und ohne viel Druck und niemals nur auf der Stelle (Farbabrieb und Ränder)! Bitte keine Mikrofasertücher und Dampfreiniger verwenden. Sinnvoll ist ein Test an einer nicht sichtbaren Stelle.
Achtung: Immer zuerst die ausführliche Herstellerbeschreibung am Produkt beachten! Durch Fremdprodukte verursachte Schäden, wie z. B. Dampfreiniger, nicht vom Hersteller empfohlene Imprägnier- und Pflegemittel, Jeans-Abfärbungen und Abfärbungen sonstiger nicht farbechter Textilien, Klettbänder an Freizeitkleidung und weitere angeklebte zucker-, säure-, weichmacher-, bleich- oder lösemittelhaltige Substanzen, Alkoholrückstände, Klebebänder jeder Art (z. B. Tesafilm etc.) sind von der Gewähr- und Garantieleistung ausgenommen.

Straffe Polsterung

Bei straffer Polsterung muss der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken in Falten gelegt werden. Je nach Elastizität und Stärke des Bezugsstoffes erscheinen größere oder kleinere Falten, die keinen Qualitätsmangel darstellen, sondern warentypisch sind.

Statische Aufladung

Möbelstoffe und andere überwiegend synthetische Materialien besitzen eine natürliche Leitfähigkeit. Zur elektrostatischen Aufladung bei Möbelstoffen kann es durch Reibung mit Bekleidungstextilien in Kombination mit Bodenbelägen und mit zu trockener Luft kommen. Lang anhaltende Heizperioden können zur „Austrocknung" des Bezuges führen. In solchen Fällen muss die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht werden (mit feuchtem Tuch abwischen und Teppichböden befeuchten).

Stellplatz

Polstermöbel müssen waage ausgerichtet werden und gerade stehen. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen können nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden am Untergestell, z. B. Knarr- oder Quietschgeräuschen führen. Um Ihren Fußboden vor Kratzern etc. zu schützen, muss der jeweilige Fußbodenbelag durch gesondertes Unterlegen (z. B. Filzgleiter) geschützt werden.

Sitzhärteunterschiede

Der Sitzkomfort innerhalb einer Polstergruppe kann differieren. Oft ist es konstruktiv und formbedingt nicht möglich, jedes verwendete Element mit gleicher Unterfederung auszustatten (z. B. bei Eck- und Verwandlungselementen, Anstellhockern, unterschiedlichen geometrischen Grundformen, Abschlusselementen etc.). Es ist auch nicht auszuschließen, dass der Eindruck unterschiedlicher Sitzhärten entsteht, obwohl die Polsterungen einheitlich sind (Schaumstoff kann innerhalb seines Raumgewichtes technisch bedingte Toleranzen von +/-15 % aufweisen).

Toleranz

Toleranzen bei Möbeln sind in der industriellen Serienfertigung fertigungstechnisch nicht zu vermeiden. Liegen die Abweichungen (Toleranzen) innerhalb der nationalen und internationalen Norm in Farbe, Maß und Struktur im unerheblichen Bereich, liegt kein Sachmangel vor. Es handelt sich dabei um eine „warentypische Eigenschaft".

Warentypische Eigenschaften

Resultiert aus speziellen Materialeigenschaften (z. B. Naturmerkmale bei Leder wie Hornstöße, Brandzeichen, Vernarbungen und Farb- bzw. Strukturunterschiede).